2.1.2Studium:Die Göttinger Hochschulen festigen ihre Reputation für forschungs- und anwendungsbezogenes Studium

Im CHE-Ranking (Centrum für Hochschulentwicklung) wird der Universität Göttingen eine hohe Reputation zugesprochen – speziell in den Studienfächern Germanistik, Chemie, Biologie und Geowissenschaften. Im Vergleich zu anderen „Exzellenz­hochschulen“ ist der Anteil internationaler Studierender noch steigerungsfähig.

Die hohe Reputation der Göttinger Hochschulen soll gesichert und entwickelt werden. Dauerhaft werden hier ca. 30.000 Studierende erwartet. Die Teilhochschule für angewandte Wissenschaft soll auf 3.000 Studierende vergrößert werden (Ingenieur-, Erziehungs-, Gesundheitsberufe).

Der „Hochschulstandort für angewandte Wissenschaft“ Göttingen soll durch weitere Studiengänge (z.B. Ingenieur-, Erziehungs- und Gesundheits­wissenschaft) ausgebaut werden. Gefördert wird das Duale Studium u.a. auch an der Berufsakademie Göttingen. In einem Entwicklungsplan werden die Projekte festgelegt.

pdf-iconStudie Kapitel 2.1.2 (Seiten 39 - 41) Studienprofil: Reputierte Fakultäten

Kommentare

  • Die Zusatzqualifikation des Abschluss‘ an der VWA für Arbeitnehmer mit abgeschlossener Berufsausbildung in den Bereichen Gesundheitsmanagement, Informatik, Logistik und Marketing sollte als europäischer Mastergrad nach dem ETCS evaluiert und anerkannt werden. Nur wenn international gängige Abschlüsse verliehen werden, wird der Wissenschaftsstandort Göttingen dem Anspruch an Internationalität gerecht.

  • Neben den drei Hochschulen in Göttingen hat sich die Berufsakademie Göttingen als vierte bedeutsame Einrichtung des tertiären Bildungssektors auf duale Studiengänge spezialisiert. Die Absolventen erwerben innerhalb von drei Jahren zwei berufsqualifizierende Abschlüsse (IHK-Prüfung und Bachelor of Arts).

    Im Studiengang „Business Administration“ fungieren als Praxispartner Industrie- und Handelsbetriebe. Dieser Studiengang existiert inklusive der Vorgängermodelle seit 1983 und wird von zahlreichen renommierten Betrieben aus der Region Göttingen nachgefragt. Die Reakkreditierung dieses Studiengangs erfolgte letztmalig im Jahr 2011 ohne Auflagen, wodurch die hohe Qualität dieses Ausbildungsgangs bescheinigt wird.

    In Kooperation mit der Universitätsmedizin Göttingen, dem Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende gGmbH, der Tilch Verwaltungsgesellschaft mbH, der BKK Technoform und dem Reha-Zentrum Reiner Junge hat die Berufsakademie Göttingen den dualen Bachelor-Studiengang „Health Care Management“ entwickelt. In diesem wirken Krankenhäuser, Krankenversicherungen, Reha- und Pflegeeinrichtungen aus der Region als Praxispartner mit.

    In Sachen Qualitätssicherung übernimmt die Berufsakademie Göttingen eine Vorreiterrolle unter den niedersächsischen Berufsakademien, indem sie sich als erste und bisher einzige niedersächsische Berufsakademie einer externen Evaluation unterzogen hat. Die Zentrale Evaluations- und Akkreditierungsagentur bescheinigt der Berufsakademie, dass ihr Konzept mit drei Tagen Berufspraxis und zwei Tagen Theorie „sehr sinnvoll“ sei und stellt die gelungene Abstimmung zwischen Dozenten, Studierenden und Betrieben heraus.
    Eine weitere Folge dieser Evaluation war die Entwicklung einer App, mit der die Studierenden via Smartphone oder Tablett Zugang zum Online Campus der Akademie haben und beispielsweise die Lehrveranstaltungsevaluierung während der Veranstaltung durchführen können, wodurch die Rücklaufquote erheblich gesteigert wird und somit die Aussagekraft der Umfrageergebnisse gestärkt wird.

    Die Berufsakademie trägt mit ihren dualen Studiengängen nachhaltig dazu bei, Fach- und Führungskräfte in der Region auszubilden, wobei der überwiegende Teil der Absolventen nach dem Studium im Ausbildungsbetrieb verbleibt.

    Arbeitnehmer mit abgeschlossener Berufsausbildung können an der Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie berufsbegleitend betriebswirtschaftlich ausgerichtete Studiengänge belegen. Neben dem generalistischen Studiengang „Betriebswirt (VWA)“ bietet sie Spezialstudiengänge in den Bereichen Gesundheitsmanagement, Informatik, Logistik und Marketing an. Diese Studiengänge tragen ebenfalls dazu bei, dem Fachkräftemangel im Zuge des demographischen Wandels entgegenzuwirken.

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