2.3.1Fachkräfte:Die Region Göttingen steigert ihr Erwerbspotenzial durch familien- und bildungsunterstützende Angebote

Zwar liegt die Erwerbstätigenquote in Niedersachsen bereits im EU-Zielrahmen von 75 % der 20-64-Jährigen; in Südniedersachsen scheiden jedoch überproportional mehr Beschäftigte aus dem Berufsleben als eintreten, so dass bald mit erheblichem Nachwuchsmangel zu rechnen ist.

Die Erwerbsquote Jüngerer, Älterer sowie von Frauen soll durch unterstützende Maßnahmen gesteigert werden. Dazu soll die Beruf-Familien-Vereinbarkeit durch Erziehungs- und Pflegeangebote verbessert werden. Auch bedarf es verstärkt beruflicher Weiter­bildungs­angebote besonders für Arbeitslose und Ältere.

Gefördert werden müssen Kinder­betreuung und Altenpflege zur Entlastung bei der Erwerbstätigkeit. Auch muss der berufliche Wiedereinstieg von Eltern nach einer Familienphase gefördert werden. Besonders bedarf die Beschäftigung Älterer der unterstützenden Förderung.

pdf-iconStudie Kapitel 2.3.1 (Seiten 56 - 58) Erwerbsprofil: Qualifizierte Fachkräfte

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  • Neben dem Job-Speed-Dating werden sogenannte Jobbörsen, die branchenspezifisch organisiert sind, z. B. Pflegebörse, Jobforum Lager/ Logistik, von der Arbeitsagentur und dem Jobcenter Landkreis Göttingen unter Einbeziehung zusätzlicher Arbeitsmarktakteure angeboten.

    Als weiterer Profilbaustein ist zu erwähnen, dass der Landkreis Göttingen bereits seit 2005 und noch bis einschließlich 2015 mit den umliegenden Landkreisen (neben Northeim und Osterode auch Hildesheim, Holzminden und Peine) einen Beschäftigungspakt „50plus – Erfahrung zählt!“ gegründet hat, der im Rahmen des Bundesprogramms „Perspektive 50plus – Beschäftigungspakte in den Regionen“ die Einstellung älterer Arbeitsloser befördert und zum Abbau von Vorurteilen gegenüber älteren Arbeitskräften beiträgt.

    Die Nennung der Ziele sollte um folgenden Punkt ergänzt werden:
    – Geringer qualifizierten Arbeitsuchenden eine Chance geben und verstärkt am Erwerbsleben beteiligen sowie 25- bis 35-jährigen ohne Ausbildung eine Erstausbildung ermöglichen.

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