2.3.2Bildung:Die Region Göttingen positioniert sich als „Bildungsregion“ mit optimaler Förderung aller Schüler/-innen

In der Region Göttingen erwerben im Landes- und Bundesvergleich deutlich mehr Absolventen der Allgemeinbildenden Schulen die Hochschulreife (38,2 %). Während in Göttingen die Abiturquote die Hälfte übersteigt (56,4 %), bleibt sie im Umland aber unter einem Viertel (22,6 %).

Die „Verluste“ im Übergang der Bildungssysteme sollen weiter minimiert werden. Dazu soll die „Bildungsregion Göttingen“ mit ihren Angeboten zum „Übergangsmanagement“ weiter gefördert werden. Auch soll die Kombination von Berufsbildung und Studium („Duales Studium“) mehr genutzt werden.

Die Projekte im Rahmen der „Bildungsregion Göttingen“ sollen weiter gefördert werden. Die Schnittstellen Kindergarten/Schule, Schule/Beruf und Schule/Hochschule bzw. Beruf/ Hochschule bedürfen weiterhin der Minimierung der „Übergangsverluste“. Gefördert werden soll lebenslanges Lernen (Erwachsenenbildung).

pdf-iconStudie Kapitel 2.3.2 (Seiten 59 - 61) Bildungsprofil: Hochwertige Abschlüsse

Kommentare

  • Erwachsenenbildung als Transmissionsriemen im Umsetzungsprozess des Südniedersachsenplanes.
    Den benannten gesellschaftlichen Herausforderungen Südniedersachsens wie demographischen Wandel, Landflucht, Fachkräftemangel, mangelndes wirtschaftliches Wachstum, aber auch der damit einhergehenden fehlenden Strahlkraft der Ober- und Mittelzentren zu begegnen, erfordert es Instrumente zur Umsetzung des Südniedersachsenplanes zur Verfügung zu stellen und vor allem alle beteiligten Partner und Entscheider, d.h. Menschen, die in Südniedersachsen leben und arbeiten in diesem Prozess mitzunehmen.
    Der Erwachsenenbildung (Andragogik) in all ihren Facetten, mit ihren vielfältigen Angeboten, ihrer Vermittlung in teilnehmerzugewandter Art kommt hier eine wichtige Rolle zu. Ihre Methoden sind auf selbständige eigenverantwortliche Erwachsene ausgerichtet. Dazu gehören alle Lebensbereiche, von der beruflichen über die soziale, politische und kulturelle Bildung, bis zur Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. Die Erwachsenenbildung und insbesondere die Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen verfügt über ihren breiten genossenschaftlichen Zusammenschluss verschiedenster Träger a. über das entsprechende Wissen um das Know How, b. die Flexibilität in der Umsetzung, spricht c. alle Bevölkerungsgruppen an, ist d. in der Lage Schnittstellen und Netzwerke zu bedienen und erreicht e. über ihre Flexibilität und Organisationsform die Menschen und Entscheider in Südniedersachsen, sowohl im urbanen als auch im ruralen Kontext. Als ein Netzwerk von Netzwerken kann sie als Garant für die Bildungserfordernisse, d.h. für die Umsetzung der anstehenden Prozesse sowie deren Transparenz dienen.
    Die Erwachsenenbildung als Teilabschnitt des Lebenslangen Lernens sieht vornehmlich bei der Arbeit mit (Bildungs)Benachteiligten die methodische Notwendigkeit einer holistischen Vorgehensweise. D.h. für eine erfolgreiche Integration und Teilhabe muss der gesamte soziale, insbesondere familiäre Kontext betrachtet werden, sowie auch durch öffentliche Mittel die Integrationsarbeit unterstützt werden. Im Rahmen des Südniedersachsenplans sollte daher bei einer weiteren Inwertsetzung des südniedersächsischen Raumes die gesellschaftliche Aufgabe Integration und Teilhabe bisher Benachteiligter durch geeignete Bildungs- und Bildungsberatungsmaßnahmen Berücksichtigung finden.

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