4.2.2Biotope:In der Unterschutzstellung ihrer Landschaft belegt die Region Göttingen landesweit eine Spitzenposition

Das Leinebergland zeichnet sich durch eine hohe Biodiversität in wertvollen Biotopen aus wie naturnahen Wäldern, artenreichen Trockenrasen und ungestörten Gewässern. In der Ausweisung von Landschafts­schutz­gebieten belegt die Region landesweit Spitzenplätze. 10 % der Fläche sind EU-Flora-Fauna-Habitate.

Zum Ausgleich der landschafts­ökologischen Bilanz müsste der Anteil an geschützten „Natura-2000-Fächen“ dem Anteil an „versiegelnden“ Siedlungs­flächen angeglichen werden. Das würde eine Steigerung der Schutz­flächen u. a. in naturnahen Waldgebieten von 10 auf ca.12,5 % der Regionsfläche erfordern.

Gefördert werden soll die Ausweitung der geschützten „Natura-Gebiete“ um ca. 7.500 ha u. a. in naturnahen Wäldern. Dazu gehört auch die ökologische Vernetzung der Biotope. Besonders gefördert werden sollte der Naturschutz des Grünen Bandes, des ehemaligen Grenzstreifens von Walkenried bis Friedland.

pdf-iconStudie Kapitel 4.2.2 (Seiten 111 - 113) Biotopprofil: Schutzgebiets-Bilanzierung

Kommentare

  • Wie im Kapitel 4.2.2 erwähnt, ist der Naturraum Harz für die Region Göttingen prägend. Die naturräumliche Einheit macht allerdings nicht an Ländergrenzen halt. Der Regionalverband Harz e. V. ist der Träger des Naturparks Harz in Niedersachsen und des Naturparks Harz in Sachsen-Anhalt. Momentan sind die Förderstrukturen für Naturparke in den beiden Bundesländern sehr unterschiedlich. Um den niedersächsischen Teil des Harzes ebenso positiv zu entwicklen wie den sachsen-anhaltischen ist eine stabile finanzielle Basis für den Naturpark Harz in Niedersachsen unabdingbar. Zusätzlich könnten spezielle Projekte zur Förderung von Vielfalt und Schönheit der Landschaft im Rahmen der „Landschaftswerte“ im EFRE, was im Rahmen der neuen EU-Förderperiode als unterstützenwert und förderfähig gilt, verwirklicht werden.

  • Bei der Umsetzung der FFH Richtlinie gibt es regional bereits erhebliche Defizite und bislang kaum wirklich angemessen gelungene Umsetzungsbeispiele. Zudem muss künftig auch dem Appell nach Biotop-Vernetzung mittels Grünbrücken, Grün-Korridoren und Förderung von Feld-Begleitgehölzstrukturen endlich Beachtung geschenkt werden. Für die Bereitschaft zum Verkauf oder Verpachtung landwirtschaftlicher (Rand-)flächen muss geworben werden (siehe auch Anmerkungen zu 4.2.3).

  • – eine weitere Steigerung der Natura 2000 Fläche um 1/3 ist nicht akzeptabel. Siedlung, Land- und Forstwirtschaft müssen ebenso ihren Raum haben

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