4.2Landschaft:Die artenreiche Landschaft zwischen Harz und Weser wird naturverträglich bewirtschaftet

Das Leinebergland wird geomorpho­logisch als Schichtstufenlandschaft bezeichnet. Der geologische Aufbau wird hauptsächlich durch flach lagernde Gesteine des Trias (Bundsandstein), Muschelkalk und Keuper) bestimmt. Verschiedene Bruchlinien (z.B. Leine-graben), Lößauflagen in den Niederungen und Vulkankegel tragen zur kleinräumigen Gliederung der Landschaft bei.

Das natürliche und kulturelle Potenzial der südniedersächsischen Mittelgebirgs­landschaft soll nachhaltig genutzt und geschützt werden (z.B. landwirtschaftliche Gunststandorte im Leinetal). Für die Region Göttingen soll im Falle einer Vereinigung ein gemeinsamer Landschafts-rahmenplan aufgestellt werden, der längerfristig Nutzungsansprüche und Schutz­erfordernisse erfasst und bewertet.

Für den Fall einer südniedersächsischen Kreisfusion sollte die Aufstellung eines regionalen Landschaftsrahmenplans gefördert werden. Auch sollte die Einrichtung eines regionsweiten Landschaftspflegeverbandes gefördert werden. Verstärkte Förderansätze der Europäischen Union sollte es für eine „pflegliche“ (umweltverträgliche) Landwirtschaft geben (Agrar-Umwelt-Programm).

pdf-iconStudie Kapitel 4.2 (Seiten 107 - 126) Agrarische Landschaftspflege: Kulturlandschaft Leinebergland

Kommentare

  • Die Landwirtschaft in Südniedersachsen wirtschaftet im Landesvergleich auf besonderen Gunststandorten. Die landwirtschaftlichen Gunststandorte zeichnen sich dabei insbesondere durch entsprechende Bonitäten aus. Dies bedeutet für die landwirtschaftliche Ertragsbildung, ist auf diesen Böden ein im Vergleich zu schwächeren Standorten geringerer Einsatz von Ressourcen (insbesondere Dünger, Wasser, etc.) erforderlich.

    Neben der damit verbundenen Stärke für die regionale Wirtschaft und das vor- und nachgelagerte Gewerbe, bilden diese Böden die Basis für die anwendungsorientierte bzw. universitäre Agrarforschung der Wissenschaftsregion Göttingen, die bundesweites Renommee besitzt…

    [Gesamtkommentar als PDF]

  • Der Begriff „pflegliche“ Landwirtschaft sollte präzise definiert werden!

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