4.3EnergieDie Region Göttingen will langfristig nur regenerativ erzeugte Energie verwenden

Die überwiegende Verwendung fossiler, kohlenstoffhaltiger Energieträger trägt wesentlich zur Klima schädigenden Freisetzung von C02 bei. Klimaschutz­konzepte der verschiedenen Ebenen sind deshalb in erster Linie Energiekonzepte zur Umstellung auf regenerative Ressourcen, die – bis auf Geothermie – letztlich alle auf die Sonnenstrahlung zurückgehen. „Energiewandlung“ ist im Forschungsfokus der Universität Göttingen.

Dazu muss einerseits das Einsparpotenzial konsequent genutzt, andererseits die endogene Erzeugungskapazität systematisch ausgebaut werden. Auch sollen Speicherkapazitäten zum Schwankungsausgleich regenerativ erzeugter Elektrizitätsmengen geschaffen werden. Entwicklungspotenziale zur ressourcenschonenden Energieerzeugung werden auch in der Geothermie gesehen.

Die Erstellung eines regionalen Energiekonzeptes wird gefördert. Die Energieagentur Region Göttingen soll weiter gefördert werden. Die regionale Stromversorgung soll rekommunalisiert werden. Damit kann eine auf dezentrale regenerative Erzeugung ausgerichtete regionale Energieversorgung realisiert werden. Förderungswürdig ist auch das Projekt Pumpspeicher-Bergwerk Bad Grund.

pdf-iconStudie Kapitel 4.3 (Seiten 117 - 126) Energetischer Klimaschutz: Ökoenergie Südniedersachsen

Kommentare

  • Die Erstellung eines regionalen Energiekonzeptes wird begrüßt. Insbesondere im Bereich der großräumigen Geothermie unter Ackerflächen sind Ansätze für Vorhaben vorhanden. Diesbezügliche Vorhaben sind insbesondere im Niedertemperaturbereich interessant und damit im angrenzenden Nahbereich zu Wohn- oder Siedlungsgebieten. Hierbei existieren schon jetzt entsprechende Konzepte interessierter Landwirte und Grundeigentümer.

    Auch im Bereich der FuE-Vorhaben existieren spannende Ansätze. Etwa im Bereich des intelligenten Ackermanagements. Hier liefern in den Boden eingebrachte Sonden zeitnah und genau Auskunft über den notwendigen Nährstoff- oder Wasserbedarf einer Fläche. Diesbezügliche Fragestellungen ließen sich querschnittsorientiert im universitären Kontext bearbeiten.

    Die Umsetzung derartiger innovativer Maßnahmen sollte zukünftig gezielt unterstützt und ggf. auch über Public Private Partnerships (PPP) gefördert werden. Die Auswirkungen auf die gleichzeitige Nutzung zur landwirtschaftlichen Urproduktion sind vor dem Hintergrund des Innovationsgrads derartiger Verfahren explizit zu untersuchen, die Vorhaben fachbehördlich zu begleiten.

    Bei der Erfassung zukünftiger Potentiale (Flächenverfügbarkeiten, etc.) und der Begleitung von Vorhaben kann die landwirtschaftliche Fachbehörde mitwirken und eine Bündler- bzw. Mittlerfunktion einnehmen.

    Sollen Bürgerwindparks oder andere flächenrelevante Vorhaben etabliert werden, lassen sich diese über ganzheitliche bzw. energetische Bodenneuordnungsverfahren umsetzen. Hierbei können die Auswirkungen auf die Landschaft und die Agrarstruktur ggf. abgemildert und Belange anderer Interessensgruppen gezielt mit eingebunden werden. Auch derartige Verfahren wären über das Flächenmanagement zu begleiten.

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