3.2.3Alterung:In den Gemeinden unterstützen „Generationen-Zentren“ den sozialen und funktionalen Zusammenhalt

Der Zusammenhalt der Generationen wird durch Verschiebungen im Altersprofil belastet. In der Region Göttingen wird mittelfristig der Jugendquotient (18,4 %) weniger als die Hälfte des Altenquotienten (42,4 %) betragen. Der Gesamtquotient wird auf 60 Prozent steigen.

Lokale und regionale Generationen-Netzwerke sollen den Zusammenhalt in der alternden Gesellschaft stützen. Dazu bedarf es des Ausbaus und der Förderung gemeindlicher „Generationen-Zentren (z.B. Familienzentrum), die Selbst- und Bürgerhilfe professionell organisieren. Der Sicherheitsbedarf steigt (z.B. Polizeipräsenz).

Gefördert werden sollte Betreutes Wohnen und die Einrichtung von „Generationen-Zentren“  (Familien-zentrum, Ehrenamtsagentur) in den Grundzentren, die örtliche Selbsthilfe und ehrenamtliche Nachbarhilfe zum Zusammenhalt der Alters- und Gesell­schaftsgruppen und zur Unterstützung der Haushalts- und Lebensführung organisieren.

pdf-iconStudie Kapitel 3.2.3 (Seiten 83 - 85) Altersprofil: Generativer Zusammenhalt

Kommentare

  • „Gerade für die fehlenden Ehrenamtlichen auch beim DRK – wären die “jungen Alten” eine interessante Zielgruppe, um z.B. den familienunterstützenden Dienst damit weiter auszubauen, indem wir inzwischen bereits ca. 80 Ehrenamtliche mit Übungsleiter-Vergütung
    aktivieren konnten.“
    (Herr Detlef Büchner)

    „- Noch mehr Bürgerschaftliches Engagement muss mit den professionellen privaten und öffentlichen Diensten auf Augenhöhe zusammenwirken und ein verlässliches Versorgungssystem aufbauen (Zeitkonten)“
    (Frau Regina Meyer)

    Guten Tag.
    Als 63jähriger stehe ich mit Bekannten, Freunden (Gleichaltrigen) in einer Suchphase „wie und wo kann ich mich regional engagieren“.
    Ich bin in einer dritten Lebensphase, noch nicht in der vierten.
    Viele wollen sich mit ihrer Expertise und ihrem Potential engagieren. Nur: wo gehen die hin?
    Wo erhalte ich ein möglichst vollständiges Bild der Bedarfslandschaft (letztlich des Angebotes) in der Region Göttingen?
    Es fehlt eine Börse in Göttingen. Frau Meyer hat meine volle Zustimmung daß das auf Augenhöhe von Anbieter und Nachfrager gesetzt werden muss.
    Ist vielleicht nur eine andere Art des Herangehens sinnvoll?
    Der Vergleich mit den Mechanismen des Arbeitsmarktes hinkt zwar, trotzdem ist er (mit einer Agentur für Arbeit als Vermittler zwischen Anbietern und Nachfragern) hilfreich.
    Das von mir hier angesprochene Spielfeld kennt Anbieter und Nachfrager auf beiden Seiten, ich bin ein Anbieter (meine Leistung) und Nachfrager (suche passenden Bedarf). Betonung lege ich auf passend.

    Mit freundlichen Grüßen
    Klaus Thornagel
    für http://www.neoko.de

  • Betreutes Wohnen zu Hause / „Caring Community“:
    Die meisten Menschen möchten in ihren eigenen vier Wänden alt werden, das gilt fürs Dorf noch mehr als für die Stadt. Das erfordert ein Versorgungssystem, das auch die kleinen Ortsteile erreicht. Wie kann dieses hehre Ziel erreicht werden?
    Das raumplanerische „Prinzip der zentralen Orte“ muss angepasst werden. Stabile Zentralorte sollten ergänzt werden durch neue integrative und vernetzte Versorgungsstrukturen. An die Akteure werden ganz neue Anforderungen zu stellen sein:
    – Marktkonkurrenz regelt die Versorgung nur in „guten Lagen“, nicht in schrumpfenden Gebieten.
    – Kommunale und überregionale Steuerung verbunden mit Förderprogrammen wird immer wichtiger.
    – Stärkere Zusammenarbeit zwischen einzelnen Fachplanungen und der Regionalplanung.
    – Noch mehr Bürgerschaftliches Engagement muss mit den professionellen privaten und öffentlichen Diensten auf Augenhöhe zusammenwirken und ein verlässliches Versorgungssystem aufbauen (Zeitkonten)
    – Wandel im Mobilitätsverständnis: Mobilität muss mit neuen Konzepten (Verbindung von ÖPNV mit privaten Strömen) in beide Richtungen gelebt werden: sowohl die Bürger/innen zu den zentralen Orten als auch Mobile Dienste zu den Bürger/innen. Gerade auch gehandicapte Menschen müssen mobil bleiben. Mobilität in beide Richtungen denken: Anbindung der Ortschaften an die Zentren, Erreichbarkeit der Ortschaften untereinander und Mobile Dienste in die Ortschaften. Neben der realen Mobilität werden die virtuellen Möglichkeiten mehr und mehr in den Blick kommen.
    Dabei hat die Gemeinde als neutraler Akteur eine zentrale Koordinationsfunktion.
    Vgl. „Dörfer im Aufbruch – Dorfmoderation“

  • Sehr geehrter Herr Reyhn,

    mit Interesse habe ich Ihre E-Mail vom 8.10. gelesen und mir auch mal den Bereich 3.2.3. Alterung angeschaut.

    Selbst als gelernter Banker hat man mit den vielen Zahlen – Quoten etc. etwas zu kämpfen, um sie zu verstehen.

    (Erstaunlich z.B. die Auswertung zum Bereich Friedland mit total abweichenden Werten ?)

    Als Geschäftsführer beim DRK Hann. Münden = Altkreis Münden kann ich seitens des Altkreises keine gravierenden Rückgänge der Kinderzahlen beobachten, dto. bleibt auch die JQ in Zukunft auch ähnlich.

    In der AQ ist m.E. nicht genügend berücksichtig, das sich das Rentenalter erheblich nach hinten verschiebt und auch viele Älter länger arbeiten wollen und teilweise auch müssen, um finanziell über die Runden zu kommen.

    Gerade für die fehlenden Ehrenamtlichen auch beim DRK – wären die „jungen Alten“ eine interessante Zielgruppe, um z.B. den familienunterstützenden Dienst damit weiter auszubauen, indem wir inzwischen bereits ca. 80 Ehrenamtliche mit Übungsleiter-Vergütung
    aktivieren konnten.

    Nach meinem Kurzurlaub in den neuen Bundesländern (Bad Kösen u. Mühlhausen) habe ich wieder feststellen könnne, in welcher komfortablen Umfeld bezüglich der Arbeitssituation und Wohnsituation wir hier arbeiten und leben (dto. privat in Witzenhausen/OT:)
    einschließ eines enormen gesellschaftlichen Engagements im Altkreis Münden.

    Mit freundlichem Gruß

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