3.2Versorgung:Das bewährte zentralörtliche System wird durch integrierte Modelle stabilisiert

Die Versorgung der Region wird bisher bedarfsgerecht und wohnortnah in Zentralen Orten vorgehalten. Der demografische bedingte Nachfrage­rückgang schwächt jedoch die Tragfähigkeit von Zentralen Einrichtungen und damit das überkommene Zentrale-Orte-System in Südniedersachsen. Zu befürchten sind Standortkonzentrationen und damit verschlechterte Erreichbar­keiten.

Das Zentrale-Orte-System in Südniedersachsen soll auch bei sinkender Einwohnerzahl aufrechterhalten werden. Um die Standorte der zentralen Einrichtungen und ihre Erreichbarkeit zu sichern, müssen ggfs. deren Tragfähig­keits­schwellen (Betriebsgrößen) gesenkt werden. Integrative Betriebsmodelle sollen dennoch die Aufrechterhaltung der Leistungsqualität gewährleisten.

Im Raumordnungsprogramm der Region Göttingen werden die nach Zentralität gestuften Standorte der Daseinsvorsorge bezüglich ihrer demografischen Tragfähigkeit überprüft. Mit einem besonderen Förderprogramm soll die Versorgungsfunktion der Zentralen Orte stabilisiert werden. Dabei ist die Erreichbarkeit durch den öffentlichen Personennahverkehr zu berücksichtigen.

pdf-iconStudie Kapitel 3.2 (Seiten 76 - 85) Integrierte Versorgung: Stabile Zentralorte

Kommentare

  • Die Daseinsvorsorge sollte für alle Einwohnerinnen und Einwohner gleichberechtigt gelten. Eine Stabilisierung mit besonderem Förderprogramm für Zentrale Orte reicht für die Entwicklung der zahlreichen Dörfer nicht aus.
    Nur durch eine neue Definition und Ausführung des öffentlichen Personennahverkehrs kann die Entwicklung einer Region mit einer Konzentration auf Zentrale Orte begründet werden.

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