3.1.3Wohnen:Die Region Göttingen ist mit einem preisgünstigen Wohnraumangebot offen für überregionale Zuzüge

Über die Hälfte der Wohnungen der Region besteht aus Ein- und Zweifamilienhäusern; im Oberzentrum beträgt der Anteil ein Viertel, in den Grundzentren drei Viertel und mehr. Zukünftig ist mit erheblichen Wohnungsüberhängen besonders in peripheren Gemeinden zu rechnen.

Die Wohnimmobilien der Region sollen auch außerhalb der Zentren werthaltig bleiben. Zur Stabilisierung des Wohnungsmarktes sind Modernisierungs- und Sanierungsförderungen erforderlich, die auch unrentable Wohnungsüberhänge „abbauen“ helfen. Neue altersbezogene Wohnformen werden gebraucht.

Besonders gefördert werden müssen Analysen und Modelle zur Stabilisierung gemeindlicher Wohnungsmärkte. Dabei müssen Wohnungsüberhänge abgebaut und Altbauten energetisch saniert und altengerecht modernisiert werden. Dies erfordert langfristige Entwicklungs-strategien und Förderprogramme.

pdf-iconStudie Kapitel 3.1.3 (Seiten 73 - 75) Wohnprofil: Aufnahmefähiger Raum

Kommentare

  • Umnutzung
    Demografischer Wandel heißt mehr „junge alte“ und mehr „alte alte“ Menschen. Darauf muss sich der Wohnungsmarkt einstellen. So können schwer vermarktungsfähige Immobilien hier eine neue Chance bekommen: größere Immobilien können zu „Generationenzentren“ (Begegnungsorte, Café, Veranstaltungsort; Wohnort für Menschen, die sich gegenseitig unterstützen möchten) oder „Ambulant betreuten Wohngemeinschaften“ umgebaut werden. Das Ziel: hilfs- und pflegebedürftige Menschen, die in ihrer Familie nicht mehr versorgt werden können, ortsnah unterzubringen, damit z.B. der Freundeskreis vor Ort erhalten bleibt.
    Aber auch andere neue altersübergreifende oder altersspezifische Wohnformen sollten im ländlichen Raum mehr Verbreitung finden.

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