3.1.2Orte:Gleichwertige Lebensqualitäten werden in unterschiedlichen Ortsgrößen, -dichten und -lagen gewährleistet

Siedlungsdichte und -lage kennzeichnen den Verstädterungsgrad. Ein Viertel der Regionsbevölkerung lebt in urbaner, fast die Hälfte in suburbaner und ein übriges Viertel in ruraler Dichte. 48 % der Einwohner erreicht das OZ mit dem ÖPNV in 20 Minuten; 22 % brauchen 21 – 40 Minuten.

Trotz unterschiedlicher Siedlungsdichten und Zentrendistanzen werden gleichwertige Qualitäten für Wohnen, Arbeiten, Versorgen, Erholen in allen Teilräumen angestrebt. Dies setzt die überwiegende Erreichbarkeit der urbanen Zentren mit Pkw, Bahn oder Bus in ca. 45 Minuten voraus.

Der Einwohnerschwund hat Auswirkungen auf die Baustruktur der Ortschaften. Im Rahmen zu fördernder Vorbereitender Untersuchungen werden städtebauliche Funktionsstörungen (z.B. Leerstände) erfasst und Siedlungsumbauten geplant. „Dorfmoderation“ unterstützt die Mitwirkung der Bewohner bei der Dorfsanierung.

pdf-iconStudie Kapitel 3.1.2 (Seiten 70 - 72) Lageprofil: Oberzentrumsnaher Raum

Kommentare

  • Das Stichwort „Dorfmoderation“ ist hier etwas missverständlich platziert. Bei dem im Rahmen der Kreis – Fusion Göttingen – Osterode am Harz vorgeschlagenen Projekt „Dörfer im Aufbruch – Dorfmoderation“ handelt es sich in seiner derzeitigen Ausgestaltung um ein flächendeckendes Projekt zur Sicherung der Infrastruktur in den Ortschaften. Nach dem Vorbild der „Caring community“ soll die Versorgung und Pflege der Dorfbevölkerung durch eine verbindlichere Vernetzung zwischen ehrenamtlich Engagierten und professionellen Diensten sichergestellt werden. Dazu bedarf es einer intensiven Dorfkommunikation, die durch den Prozess der Dorfmoderation ins Rollen gebracht wird. Es werden in einzelnen Ortschaften Projekte erarbeitet, die den spezifischen Erfordernissen und Problemen dieses Ortes gerecht werden, z.B. Umnutzung von Leerstand oder Aufbau von Nachbarschaftshilfe etc. Die Projekte werden auf Gemeindeebene geprüft und die Gemeinden werden durch das Förderprogramm „Dörfer im Aufbruch“ in die Lage versetzt, diese Projekte tatsächlich auch umsetzen zu können.

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