3.1Siedlung:Die aufgelockerte Besiedlung der Region ermöglicht urbanes Leben in ländlicher Lage

Die rückläufige Bevölkerungsentwicklung führt zu einer Auflockerung der Siedlungsstruktur. Da in den peripheren Gemeinden die Einwohnerzahl stärker zurückgeht, erhält das Zentrum relativ mehr Gewicht. Der Rückgang der Wohnungsnachfrage bewirkt ein niedriges Miet- und Kaufpreisniveau, das von den Gemeinden zur überregionalen Zuwanderung genutzt werden kann.

Dem weiteren Bevölkerungsverlust soll durch Wanderungsgewinne entgegen gewirkt werden. Die Region festigt die auflockernde Siedlungsstruktur, die Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten in vielfältigen Ortschaftstypen und Landschaftsformen in ausgewogener Mischung bietet. Die innerregionale Verteilung und Zuordnung von Wohn- und Arbeitsstätten soll relativ erhalten bleiben.

Der Siedlungsbestand der ca. 350 Orte der Region Göttingen bedarf in großen Teilen der Sanierung und Modernisierung. Es erfordert einen hohen Investitions­aufwand, um die Immobilienwerte zu sichern. Für diesen Siedlungsumbau ist ein besonderes Förderprogramm zur Anpassung des Wohnungsbestandes an die demografischen und energetischen Anforderungen erforderlich.

pdf-iconStudie Kapitel 3.1 (Seiten 66 - 75) Disperse Besiedlung: Dezentrale Konzentration

Kommentare

  • Dem Kommentar von Herrn Rusteberg kann ich mich nur anschließen. Die Umsiedlung in Senioren- und Pflegeheime in anderen Ortschaften oder Städten fällt vielen älteren Menschen schwer, weg von dem „Gewohnten“ , den Nachbarn, Freunden ist ein schwerer Schritt in den letzten Lebensabschnitt. Es wäre wünschenwert, wenn Betreuungsmöglichkeiten im gewohnten Umfeld für diese Menschen geschaffen werden könnten.

  • Gerade vor dem Hintergrund der sich verändernden Altersstruktur in den Gemeinden sind neue Formen des „Wohnens im Alter“
    in die Überlegungen zur Sanierung des Siedlungsbestandes einzubeziehen. Gedacht ist hier an den Bereich der „Alten WG´s“ oder an die
    Einbeziehung von Betreuungszentren im bestehenden Siedlungsgebieten

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