3.3Erschließung:Die Region Göttingen ist ein dynamischer zentraler Verkehrsknoten in Mitteleuropa

Die Region Göttingen zeichnet sich durch ihre zentrale Lage in Deutschland und Europa aus und ist zu deren Nutzung ausbaufähig mit moderner Kommuni­kations- und Mobilitätsinfrastruktur extern wie extern erschlossen. Dies ermöglicht der Region sich in der Informatik-, Logistik- und Touristikwirtschaft überregional zu profilieren und daraus wachsende Wertschöpfung zu generieren.

Die Funktion der Region Göttingen als Verkehrsknotenpunkt in der Mitte Deutschlands soll ausgebaut werden. Das gilt für die Potenziale als Logistikzentrum besonders im kombinierten (Straße-Schiene) Ladeverkehr. Auch als Tagungsstandort zeigt sich hier in Verbindung mit der Qualität als Wissenschaftsstandort und den touristischen Angeboten ein großes Wertschöpfungspotenzial.

Förderbedarf besteht noch bei der inneren Erschließung der Region Göttingen. Das gilt für die breitbandige Telekommunikation, die schienen-gebundene Mobilität sowie für die kombinierte Logistik. Für die disperse Siedlungsstruktur der Region Göttingen (viele kleinere und abgelegene Orte) sind innovative Technologien zur Verbesserung von Kommunikation, Mobilität und Logistik besonders zu fördern.

pdf-iconStudie Kapitel 3.3 (Seiten 86 - 95) Vernetzte Erschließung: Dynamische Infrastruktur

Kommentare

  • Der Landkreis Göttingen hat seit Nov. 2012 ein Demografiemanagement eingerichtet, das eine Gesamtstrategie für die Bewältigung der sozio-demografischen Veränderungen erarbeiten wird. Damit werden mehrere Ziele verfolgt: Bewahrung bzw. Verbesserung der Lebensqualität im ländl. Raum, Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und Solidaritätsgefühls in und außerhalb familiärer Strukturen, Stärkung ganzheitlicher Dorfentwicklungs- und Integrationsprozesse, Sicherstellung spezifischer Angebote für besondere Lebenslagen, Aktivierung von bürgerschaftlichem Engagement und Koordination und Evaluation der Maßnahmen. Um möglichst alle gesellschaftliche Akteure von Beginn an am Demografiemanagement zu beteiligen, wurde ein Demografie-Beirat mit beratender Funktion gegründet. Innerhalb der Kreisverwaltung wurde eine ämterübergreifende Demografie-AG errichtet, die Handlungsempfehlungen abgeben wird. Ein Demografie-Bericht wird bis Anfang 2014 erstellt und dadurch eine verbesserte Handlungsgrundlage geschaffen. Der Bericht enthält eine aktualisierte Beschreibung der Bevölkerungsentwicklung, ein Handlungskonzept des Demografiemanagements im Landkreis, die Ergebnisse einer Umfrage zu „demografierelevanten Vorhaben in den Gemeinden“ und Handlungsempfehlungen aus den demografierelevanten Bereichen Daten, Mobilität, Ehrenamt, Generationen, Wohnen, Versorgung und Siedlungsentwicklung.

    Die Arbeitsschritte des Landkreis-Demografiemanagement werden abgestimmt und verzahnt mit anderen Planungsprozessen auf Landkreisebene oder in den Gemeinden. Vor diesem Hintergrund ist eine größer angelegte Beteiligung von Fachkreisen oder Öffentlichkeit bislang noch offen.
    Die im Rahmen des Fusionsprozesses Göttingen-Osterode am Harz geplante Maßnahme „Dörfer im Aufbruch – Dorfmoderation“ ist ein flächendeckender Ansatz, um die Versorgung in den Ortschaften zu verbessern.

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